Die kraftvolle Pflanze Moringa oleifera
© Moringa Ethik – Moringa oleifera
Was hat es mit der kraftvollen Pflanze Moringa oleifera auf sich?
Was ist der Nutzen von ihr?

Die gesamte Pflanze Moringa oleifera ist in der Tag kraftvoll und heißt nicht umsonst „der essbare Wunderbaum“:

Quelle: Auszug aus dem Buch „Moringa – der essbare Wunderbaum“ von Barbara Simonsohn.

Moringa - Der essbare Wunderbaum

Die Heilkraft der Blätter

Die Blätter verwendete man in Indien traditionell zur Stabilisierung von hohem Blutdruck und auch zur Therapie von Angstzuständen.

Vermischt mit Honig und Kokosmilch werden zerkleinerte Blätter seit alters bei Durchfall, Ruhr und Dickdarmentzündung verschrieben. Der Saft aus Blättern oder Blattpulver vermischt mit Wasser oder Karottensaft regt die Wasserausscheidung an und hilft daher bei Ödemen (Wasseransammlungen).

In Indien und in Nicaragua verreibt man bei Kopfschmerzen und Migräne Blätter und junge Blütenknospen und schmiert damit die Schläfen ein.

In Indien und auf den Philippinen legt man bei Drüsen- und Gelenkschwellungen einen warmen Umschlag aus frischen Blättern auf. Sicherlich kann man statt frischer Blätter auch einen Brei aus Blattpulver mit Wasser nehmen.

Weil Blattsaft antibakteriell wirkt, wird er genutzt, um die Haut zu säubern und zu desinfizieren – in Nicaragua, Guatemala und Senegal auch bei Hautverletzungen und -entzündungen.

In Indien verwendet man die Blätter bei Fieber, Bronchitis, Augeninfektionen, Mittelohrentzündung und Skorbut. Die Blätter werden dort auch bei Wurmbefall und Verstopfung verabreicht.

Auf den Philippinen sind Blätter ein beliebtes Mittel, um die Milchproduktion bei stillenden Müttern anzuregen. Sie werden auch bei Blutarmut angewendet.

Die Heilkraft der Blüten

Die Blüten sind ebenfalls ein traditionelles Mittel in der Volksmedizin vieler Länder. Sie wirken entwässernd und auch gut bei Wurmbefall. Man verwendet sie, um Entzündungen, Muskelbeschwerden und Tumore zu heilen.

In Indien wird Blütensaft auch bei Halsentzündungen eingenommen. In Puerto Rico wird ein Aufguss von Blüten zur Augenwäsche und ein Blüten-Auszug bei Hysterie genutzt.

Die Heilkraft der Wurzeln

Die Wurzeln sind ein kostbares Arzneimittel und gelten als das heilkräftigste unter den Pflanzenteilen des Moringas.

Die Wurzeln werden in Indien seit alters bei Verstopfung und bei Blähungen oder Bauchkrämpfen verschrieben. Auch bei Schnupfen und Fieber sind sie ein Volksheilmittel. In vielen Ländern gelten die Wurzeln als kreislaufanregend und herzstärkend. Außerdem kommen sie bei Epilepsie, Nervenschwäche und Hysterie zum Einsatz.

Im Senegal und dem Herkunftsland Indien werden Wurzelstücke zerkleinert und mit Salz vermischt als Auflage bei Rheumatismus verwendet, und auch Nierenschmerzen werden damit behandelt.

In Indien, Vietnam, Nicaragua und Nigeria gilt eine Auflage aus Moringa-Wurzeln als Mittel gegen Entzündungen, besonders an den Füßen. In diesen Ländern behandelt man Skorbut mit einem Wurzelbrei. Vermischt man diesen Brei mit Milch, gilt dies in vielen Ländern als Heilmittel bei Asthma, Schluckauf, Rheuma, Lebervergrößerung, inneren Entzündungen und Nierensteinen.

Zerdrückte Wurzeln, mit Rum vermischt, werden als Einreibemittel bei Rheuma verwendet. Eine Art Schnupftabak aus Moringa-Wurzeln gilt als Medizin bei Ohren- und Zahnschmerzen. Sie helfen bei Fieber, Entzündungen und Abszessen. Ein Saft aus frischen Wurzeln, der Rinde und den Blättern soll bei Ohnmacht und Koma helfen, wieder zu Bewusstsein zu kommen.

Die Heilkraft der Rinde und des Harzes

Die Rinde der Wurzel und des Stammes werden im Senegal äußerlich bei Hautentzündungen verwendet, aber auch innerlich bei Skorbut. Weitere Anwendungsbereiche sind dort Epilepsie, Hysterie und Bauchkrämpfe.

In Indien gilt Moringa-Rinde als appetitanregend und verdauungsfördernd, aber auch als Heilmittel bei Bauchkrämpfen und bei Nieren- und Gallensteinen. Baumrinde wird dort auch bei Augenkrankheiten eingesetzt. Die Inder betrachten Moringa-Rinde als Aphrodisiakum und als Wurmmittel. Bei Ohr- und Zahnentzündungen wirkt Rinde schmerzlindernd.

Auf den Philippinen wird Wurzelsaft eingesetzt, um die Ausbreitung von Schlangengift bei einem Schlangenbiss zu stoppen.

Das Baumharz, vermischt mit Sesamöl, wird traditionell bei Kopfschmerzen verabreicht und bei Ohrenschmerzen ins Ohr geträufelt.

Auf Java wird Moringa-Harz bei Verdauungsbeschwerden jeder Art verwendet. In Indien nutzt man das Harz bei Karies und als Entwässerungsmittel.

Nicht nur in Indien, sondern auch im Senegal gilt dieses Mittel als fiebersenkend sowie als Heilmittel bei Verdauungsstörungen, Syphilis und Rheuma.

Die Heilkraft der Samen

Auch die Samen des Moringa-Baumes sind Heilmittel und werden in vielen Ländern zur Fiebersenkung verwendet.

Auf Aruba nutzt man zerkleinerte Samen, um Warzen den Garaus zu machen. Das Behen-Öl aus den Samen wird in Indien angewendet, um Rheuma und Hautkrankheiten zu behandeln. Ferner kommt es auch bei Hysterie und Skorbut sowie bei Problemen mit der Prostata und Blasenentzündung zum Einsatz.

Die Samen werden in vielen Ländern bei Befall mit Eingeweidewürmern wie Band- und Mehlwürmern genutzt. Beliebt ist auch die Heilanwendung bei Leberentzündungen und Gelenkschmerzen.

Die kraftvolle Pflanze Moringa oleifera

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